Chronik des SPD-Ortsvereins Saarburg
Gründung des SPD-Ortsvereins Saarburg. Erster Vorsitzender wird Hubert Behr
23. November 1919
Stadtverordnetenwahl. Die SPD erringt 21,7 % und zieht mit drei Mitgliedern, darunter auch eine Frau, in den Stadtrat ein.
1922
Rudolf Rassier wird Vorsitzender des SPD und leitet sie bis zu ihrem Verbot 1933. Rudolf Rassier war einer der aktivsten Verfechter der sozialdemokratischen Idee in Saarburg. Er war Vorsitzender der Stadtrats- und der Kreistagsfraktion, Mitglied des Unterbezirksvorstandes und 1932 SPD-Kandidat für die Wahl zum preußischen Landtag.
1928
Landtagswahl. In Saarburg wurden insgesamt 1.634 Stimmen abgegeben, die SPD erhielt 278, das Zentrum 534, damit war die SPD zweitstärkste Partei in Saarburg. Nur acht Stimmen erhielt die NSDAP.
10. Juli 1931
Nazis überfallen die Teilnehmer einer SPD-Versammlung in Saarburg und verletzen „Reichsbannerleute“, die zum Schutz der SPD-Veranstaltung anwesend waren
22. Juni 1933
Die SPD wurde verboten, ihr Eigentum beschlagnahmt. Hitler wurde an die Macht gewählt, die Ergebnisse für die Reichtagswahlen belegen dies, auch in Saarburg: nur fünf Jahre nach 1928 erhielt die NSDAP bereits 702 Stimmen, die SPD nur noch 96, im gesamten Reich stimmten 17,2 Millionen für Hitler, nur noch 7,2 Millionen für die SPD.
10. Juli 1933
Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Adolf Bruttig aus Beurig, verstirbt an einem Herzinfarkt, den er infolge nationalsozialistischer Repressalien erleidet.
Während des nationalsozialistischen Regimes zogen sich die Genossen gezwungener Maßen in die innere Emigration zurück.
Der Ortsverein wurde offiziell wiedergegründet, erster
Vorsitzender war Phillip Schwickerath. In der von der französischen
Militärregierung eingesetzten Stadtratskommission, die sich am 4. Juli
1946 erstmals traf und die aus acht nationalsozialistisch nicht vorbelasteten
Personen bestand, waren auch zwei Sozialdemokraten: Rudolf Rassier und
Wilhelm Emmerich.
7. April 1948
Josef Ludes wurde zum Vorsitzenden gewählt, was er bis
1962 blieb.
Josef Ludes zog später auch für den Wahlkreis in den
Landtag ein.
1961
Willy Brandt, damals noch regierender Bürgermeister von Berlin, besucht
Saarburg
1962
Paul Johannes wird als erster Vorsitzender gewählt
1966
Jakob Koenen wird Vorsitzender.
1970
Arnold Becker führt den Ortsverein
Mai 1974
Erstes Stadtfest der SPD Saarburg, das seither jährlich veranstaltet wird.
1976
Josef Kaiser wird als Vorsitzender gewählt
1978
Wahl von Günther Heidt zum Vorsitzenden
4. Juni 1979
Die Saarburger JUSOs beteiligen sich an der Organisation einer Großdemonstration
gegen das Atomkraftwerk Cattenom. Den rund 5000 Teilnehmern wird die Einreise nach
Frankreich verweigert. Und das wenige Tage vor der ersten Direktwahl zu einem
europäischen Parlament. Die Luxemburger Behörden erlauben schließlich kurzfristig,
dass die Kundgebung in der Stadt Luxemburg stattfinden kann. Das Einreiseverbot
wurde vom STERN zum Anlass für einen Bericht genommen, in dem auch der damalige
Saarburger JUSO-Vorsitzende Hans-Werner Biewen zitiert wurde.
1980
Erneut wird Josef Ludes zum Vorsitzenden bestimmt
1982
Helmut Weimann wird Vorsitzender
1986
Hans-Werner Biewen wird als Nachfolger von Helmut Weimann zum Vorsitzenden gewählt und seitdem regelmäßig bis heute wieder gewählt. Seither gilt der SPD-Ortsverein Saarburg als der aktivste der Region - nicht zuletzt durch die Kontinuität in der Führung.
3. Juni 1989
70-jähriges Bestehen des SPD-Ortsvereins Saarburg mit Karl Diller als Schirmherrn
17. April 1991
Der SPD-Bundesvorsitzende Hans-Jochen Vogel besucht die Saarburger SPD
und spricht vor mehreren hundert Bürgerinnen und Bürgern in der Saarburger
Stadthalle
6. Mai 1994
75-jähriges Bestehen des Ortsvereins mit Sozialminister Ulrich Galle als Schirmherrn
Die SPD nominiert Edith van Eijck zur Bürgermeisterkandidatin. Bei der Wahl im Juni musste die SPD landesweit Verluste hinnehmen, so auch in Saarburg
5. Juni 1999
80-jähriges Bestehen des SPD-Ortsvereins mit Bundestagsvizepräsidentin
Anke Fuchs als Schirmherrin
15. Juli 1999
Edith van Eijck wird Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion
Der Ortsverein Saarburg nimmt an dem Wettbewerb „Lebendiger Ortsverein“ des SPD-Bundesvorstandes um den „Wilhlem-Dröscher-Preis“ teilt und gewinnt beim Bundesparteitag in Berlin einen Sonderpreis für das Projekt „Die Kunst psychisch kranker Künstler“
25. März 2001
Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Der sozialdemokratische Kandidat
Hans Steuer aus Saarburg scheitert nur ganz knapp und verpasst den
Einzug in den Landtag
17. November 2001
Bisher größte Veranstaltung der SPD Saarburg: Über 500 Jugendliche kommen zu dem Konzert „Rock gegen Rechts“, das unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse steht.
Der Vorwärts berichtete darüber am 01.03.2002.
7. Mai 2002
Hans-Werner Biewen wird erneut zum Ortsvereinsvorsitzenden gewählt und leitet die Partei seit nunmehr 16 Jahren. Seine Stellvertreter sind Edith van Eijck und Franz Greif.
Mai 2002
Die erste Ausgabe der Ortsvereinszeitung "Der Rote Besen" erscheint. Die Zeitung wird seit dem vierteljährlich in den Saarburger Haushalten verteilt.
März 2003
www.spd-saarburg.de: Der Ortsverein hat ab jetzt eine eigene Internet-Präsenz. Webmaster: Genosse Fritz Storf.
15. Februar 2005
Für dreißig Jahre ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik wird Helmut Weimann mit dem Ehrenbrief der SPD ausgezeichnet.
17. November 2006
Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Hans-Werner Biewen, und sein langjähriger Stellvertreter Franz Greif werden vom Vorsitzenden des SPD-Kreisverbandes Trier-Saarburg, Manfred Nink MdL, mit der höchsten Ausszeichnung der SPD, der "Willy-Brandt-Plakette", ausgezeichnet.
16. November 2007
Hans-Georg Götze, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, erhält aus der Hand von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, die "Willy-Brandt-Plakette" für seine Verdienste um die Partei.